Arbeitsgruppe 1: "Übergänge optimieren"

Sprecherin:

Dr. Helga Seel,
Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e. V. (BAR)

Schwerpunkte:

Eingrenzung der Übergänge:

  • Übergang (im Sinne von Zugang) [aus unterschiedlichen Settings] zu medizinischen Reha-Leistungen
  • Übergang (im Sinne von Zugang) [aus unterschiedlichen Settings] in Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)
  • Übergang von der medizinischen Rehabilitation in Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
  • Übergang in die nachgelagerte Versorgung
  • Return-to-Work (Förderung von Teilhabe am Arbeitsleben und von sozialer Teilhabe)

Übergangsszenarien und zugehörige Bezugspunkte:

  • für einzelne medizinische Zielgruppen (v.a. Menschen mit neurologischen Erkrankungen, Menschen mit psychischen Erkrankungen, Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen, Geriatrische Patienten, Multimorbidität) -> Besonderheiten und Übertragbarkeit auf andere Patientengruppen
  • Bezugspunkt „Rolle und Bedeutung des Arztes“
  • Bezugspunkt Bundesteilhabegesetz (Bedarfsermittlung, Teilhabeplan, Teilhabekonferenz als Instrumente zur Gestaltung von Übergängen)

 Bedeutung von „Informationsweitergabe“:

  • Weitergabe und Weiterverwendung von Informationen zwischen den Akteuren bzw. durch die Akteure
  • Zugang der Betroffenen zu ihren eigenen Daten -> „Der Betroffene ist die Kontinuität“

Identifikation von Problemen:

Was macht gute Übergänge aus? Woran scheitern Verläufe?

  • Entwicklungspotenziale zur Förderung eines frühzeitigen und nahtlosen Zugangs zur Rehabilitation (indikationsspezifisch und indikationsübergreifend)
  • Gewährleistung der Weitergabe von Informationen bei der Überleitung
  • Fallmanagement zur Gestaltung des jeweiligen Übergangs, z.B. nahtlose Übergänge zwischen medizinischen und beruflichen Leistungen; Kooperation mit Jobcentern/ Arbeitgebern
  • Koordinationsmängel zwischen Sozialdienst und Stationen im Krankenhaus
  • Falsche/mangelnde Informationen bei der Überleitung
  • Abstimmungsbedarf: Leistungsmöglichkeiten/-grenzen der Reha-Einrichtungen
  • Reha-Nachsorge: Probleme in der Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten
  • Verwerfungen/Fehlanreize im gegliederten Sozialleistungssystem

„Informationelle Probleme bei der Gestaltung von Übergängen“:

  • Betroffenenperspektive -> Einsehbarkeit der eigenen Daten durch den Betroffenen -> „Betroffener als Herr seiner Daten“ – bspw. Übergabe des Entlassberichts
  • zielgruppenspezifische Aufarbeitung von Informationen

Ergebnisse:

  • Standards für Fallmanagement mit dem Fokus auf der Gestaltung der Übergänge zur, während und nach der Reha
  • Etablierung einer Informations-/Wissens-/ Handlungskontinuität
  • Informationsinitiative für einzelne Zielgruppe (v. a. niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser incl. Soziale Dienste, Jobcenter)
  • Informationelle Kontinuität für die Betroffenen – Möglichkeiten einer personenzentrierten Berichterstellung sollen erhöht werden -> Idee eines „Informationskompass“

Herausgearbeitete Limitierungen:

  • Nicht in allen Punkten können einheitliche Einschätzungen, Bewertungen und Sichtweisen erreicht werden.
  • Datenschutz
  • Zuständigkeiten, Rahmenbedingungen, Handlungsspielräume der Leistungsträger
  • Systembedingte Wechselwirkungen
  • Datenschutzvorschriften

Präsentationen: